Roboleo - Spiel mit sehendem Roboter

Text: Stiftung Fachhochschule Osnabrück, Fakultät Ingenieurswissenschaften & Informatik

Das Prinzip des Robotersystems ROBOLEO basiert auf einer Spielidee, die sich von dem Gleichgewichtsspiel Bamboleo ableitet. Dabei wird eine Spielplatte auf einen Fuß mit kugelförmiger Spitze gelegt. Auf der Platte sind Spielsteine mit verschiedenen Formen so angeordnet, dass sich entsprechend ihrer Verteilung die Platte in eine im allgemeinen schräge Gleichgewichtslage einstellt.

Der Roboter spielt interaktiv gegen einen menschlichen Spieler, wobei abwechselnd Steine von der Platte genommen werden. Damit verändert sich die Gleichgewichtsbedingung und die Platte bewegt sich in eine neue Lage. Es verliert, wer die Platte aus dem Gleichgewicht bringt.

Für die Erkennung der Spielsteine und ihrer Lage ist ROBOLEO mit einer CCD-Kamera und Abstandssensoren ausgestattet. Die Kamera erkennt die Spielsteinpositionen in X- und Y-Richtung. Zur räumlichen Erfassung aller Spielsteine (Z-Komponente) muss ferner die Schräglage der Platte bekannt sein. Diese wird aus den Signalen zweier Abstandssensoren bestimmt, die unterhalb der Platte montiert sind und an zwei Punkten die Plattenhöhe ermitteln. Ein Spielalgorithmus entscheidet letztlich, welcher Stein der geeignetste ist.

Die für die Realisierung von ROBOLEO notwendigen Methoden und Techniken aus den Bereichen Roboterprogrammierung, Bildverarbeitung, Optoelektronik, Algorithmen und Systemintegration bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte für direkte industrielle Anwendungen. Hierbei ist vor allem an flexible Fertigungsszenarien gedacht, bei denen Roboter unter veränderlichen Randbedingungen arbeiten müssen.

Und so sieht der Roboter das Spiel:

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